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Quereinstieg

Die Kantone und die Hochschulen entscheiden, ob sie Quereinsteigende ausbilden und welche Möglichkeiten sie für den Quereinstieg anbieten. Für spezifische Informationen werden die Interessentinnen und Interessenten daher gebeten, sich direkt an eine Ausbildungsinstitution zu wenden. Details

Lehrerin / Lehrer werden als Zweitausbildung

Gesamtschweizerisch anerkannt werden können Quereinstiegsausbildungen für die Primarstufe (einschliesslich Kindergarten) sowie für die Sekundarstufe I. Ein Quereinstieg in die Ausbildung zur Lehrperson für Maturitätsschulen ist hingegen nicht möglich.

Definition Quereinsteigerin / Quereinsteiger

Quereinsteigende sind

  • mindestens 30 Jahre alt,
  • Inhaberin / Inhaber einer Maturität (gymnasiale Maturität, Berufsmaturität, Fachmaturität), eines Fachmittelschulausweises oder eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses und
  • verfügen über Berufserfahrung im Umfang von mindestens 300 Stellenprozenten verteilt auf maximal sieben Jahre.

Welche Möglichkeiten gibt es für einen Quereinstieg?

Der Quereinstieg setzt sich aus insgesamt drei unterschiedlichen Elementen zusammen, wobei diese nur eingeschränkt kombiniert werden können. Diese werden nachfolgend vereinfacht dargestellt:

1. Besondere Zulassungsbedingungen («sur dossier»-Aufnahmen)
Quereinstieg Primarstufe: Quereinsteigende, welche über einen Fachmittelschulausweis, eine Fachmaturität in einer anderen Richtung als für das Berufsfeld Pädagogik, eine Berufsmaturität oder ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis verfügen, können zum Studium zugelassen werden, sofern die Hochschule ihre Studierfähigkeit im Rahmen eines dokumentierten Verfahrens «sur dossier» festgestellt hat.
Quereinstieg Sekundarstufe I: Quereinsteigende, welche über einen Fachmittelschulausweis, eine Fachmaturität, eine Berufsmaturität oder ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis verfügen, können zum Studium zugelassen werden, sofern die Hochschule ihre Studierfähigkeit im Rahmen eines dokumentierten Verfahrens «sur dossier» festgestellt hat.

2. Anrechnung bereits erbrachter Leistungen («Validation des acquis de l’expérience»)
Quereinsteigenden, welche nicht «sur dossier» (siehe Punkt 1) in die Ausbildung aufgenommen werden, können nicht-formale und informell erworbene, für den Lehrberuf bedeutsame Kompetenzen anerkannt werden, wodurch sich der Umfang der Ausbildung um maximal einen Drittel reduziert.

3. Spezielle Ausbildungsprogramme («Formation par l’emploi»)
Hochschulen können spezielle Programme für Quereinsteigende anbieten. Im Ausbildungsprogramm «Formation par l’emploi» wird die Ausbildung ab dem zweiten Studienjahr mit einer begleiteten Lehrtätigkeit im Rahmen einer Teilzeitanstellung auf der Zielstufe verbunden. Der Umfang entspricht jenem der regulären Ausbildung. Die «Formation par l’emploi» steht auch Quereinsteigenden offen, welche «sur-dossier» an die Hochschule aufgenommen wurden, sofern die Hochschulen keine anderen Vorgaben vorsehen.

Ansonsten gelten die gleichen Vorgaben wie für die anderen Studierenden in der Lehrerausbildung.