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Ausländische Diplome

Anerkennung von ausländischen Diplomen durch die EDK: Informationen zum Verfahren und zur Anzahl Anerkennungen

Seit dem Inkrafttreten des Personenfreizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz und der EU ist das Generalsekretariat der EDK zuständig für die Anerkennung ausländischer Lehrdiplome und ausländischer Ausbildungsabschlüsse in Sonderpädagogik (Vertiefungsrichtung Heilpädagogische Früherziehung und Schulische Heilpädagogik), Logopädie und Psychomotoriktherapie im Hinblick auf eine allfällige Gleichwertigkeit mit einem entsprechenden schweizerischen Diplom.

Voraussetzung und Anerkennungsverfahren

Damit das Generalsekretariat der EDK ein Anerkennungsgesuch überprüfen kann, muss ein staatlich anerkanntes Diplom vorliegen, das im Herkunftsland uneingeschränkt zur entsprechenden Berufsausübung befähigt. Zudem muss der Nachweis über sehr gute Sprachkenntnisse in einer der schweizerischen Landessprachen erbracht werden (siehe Merkblatt Anforderungen an die Sprachkenntnisse). In einem nächsten Schritt nimmt das Generalsekretariat der EDK die inhaltliche Äquivalenzprüfung des Gesuchs vor, indem die ausländische Ausbildung mit der entsprechenden schweizerischen Ausbildung verglichen wird. Sind die beiden Ausbildungen vergleichbar, stellt die EDK eine gesamtschweizerische Anerkennung aus. Mit der Anerkennung des ausländischen Ausbildungsabschlusses sind die gleichen Rechte bezüglich des Berufszugangs gewährleistet wie mit dem entsprechenden schweizerischen Diplom. Wie viele Personen mit einem EDK-anerkannten ausländischen Diplom tatsächlich in der Schweiz im entsprechenden Bereich über eine Anstellung verfügen, wird nicht erhoben.

Werden trotz grundsätzlicher Vergleichbarkeit wesentliche Unterschiede festgestellt, müssen für eine Anerkennung Ausgleichsmassnahmen absolviert werden. Bei rund 20% der Gesuche kann eine Anerkennung erst nach Absolvieren von Ausgleichsmassnahmen ausgesprochen werden. Sind die ermittelten Defizite im Vergleich zur schweizerischen Ausbildung so erheblich, dass von keiner Vergleichbarkeit der Ausbildungen gesprochen werden kann, wird das Gesuch abgewiesen.

Anerkennungen seit 2009

A) Lehrdiplome
 
2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015* 2016* 2017* 2018* 2019* 
Vorschulstufe / Primarstufe 101 162 235 225 225 253 373* 315* 297* 275* 279* 
Sekundarstufe I 100 168 186 166 206 174 232* 223* 201* 189* 185* 
Sekundarstufe II (Maturitätsschulen) 95 133 167 144 198 185 203* 193* 167* 175* 158* 
Total 296 463 588 535 629 612 808* 731* 665* 639* 622* 
            
B) Diplome Sonderpädagogik 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015* 2016* 2017* 2018* 2019* 
Heilpädagogische Früherziehung,
Schulische Heilpädagogik 
33 37 50 46 23 26 29* 24* 26* 18* 18* 
Logopädie / Psychomotoriktherapie 50 49 48 80 71 65 76* 89* 69* 84* 70* 
Total 83 86 98 126 94 91 105* 113* 95* 102* 88* 
*Hinweis zur Statistik: Die Zahlen vor 2015 sind nicht direkt mit den Zahlen ab 2015 vergleichbar. Seit 2015 wird nicht mehr die Anzahl der Personen mit einem Entscheid erfasst, sondern die Anzahl Entscheide pro Berufskategorie (A und B). Eine einzelne Person kann im Rahmen eines Gesuchs gleichzeitig mehrere Anträge stellen (z.B. für Sekundarstufe I und Maturitätsschulen). 

Als Vergleichsgrösse: In der Schweiz unterrichten auf den entsprechenden Stufen (Vorschulstufe, Primarstufe, Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen) insgesamt rund 118'000 Lehrpersonen; die Berufsleute im pädagogisch-therapeutischen Bereich sind dabei nicht mitgezählt.

Gesuchseingänge

Die Anzahl der Gesuche ist von 403 im Jahr 2005 auf 1220 im Jahr 2013 gestiegen. Ab 2014 sank die Zahl der Eingänge wieder unter 1000 Gesuche. Im Jahr 2019 wurden 777 Gesuche eingereicht. Bei den meisten Gesuchen (rund 80%) geht es um die Anerkennung eines Lehrdiploms. Rund zwei Drittel der Gesuche stammt aus unseren Nachbarländern. Rund ein Viertel aller Gesuche stammt aus anderen EU-Ländern und rund 9% aus Staaten ausserhalb der EU.

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Koordinationsbereich Hochschulstufe
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